SG4ChildD auf der ersten European Serious Play Conference in Mainz

Veröffentlicht am: 25. Juni 2026 | Kategorien: Aktuelles |
Von links: Prof. Dr. Daniel Tolks, Dr.-Ing. Andreas Rösch M.S., Ulrich Schulze-Althoff, Daniela Hartmann, PD Dr.-Ing. Stefan Göbel

Von links: Prof. Dr. Daniel Tolks, Dr.-Ing. Andreas Rösch M.S., Ulrich Schulze-Althoff, Daniela Hartmann, PD Dr.-Ing. Stefan Göbel

Am 18. und 19. Juni 2026 war das Projekt SG4ChildD auf der ersten European Serious Play Conference im KUZ in Mainz bei drei Vorträgen und einem Panel vertreten. Bei sommerlichen Temperaturen, die der „SunStage“ bei 35 Grad alle Ehre machten, drehte sich zwei Tage lang alles um Serious Games, Games for Health und innovative digitale Lern- und Gesundheitsanwendungen.

Games for Health im Fokus: SG4ChildD als Praxisbeispiel

Am ersten Konferenztag standen von 15:30 bis 17:00 Uhr gleich drei Vorträge passend zu unserem Projekt auf der SunStage auf dem Programm.

Serious Play Europe - SG4ChildD Vortrag Dr.-Ing. Stefan Göbel

PD Dr.-Ing. Stefan Göbel (TU Darmstadt, AG Serious Games)

Den Auftakt machte unser Projektkoordinator PD Dr.-Ing. Stefan Göbel (TU Darmstadt, AG Serious Games) mit einer Einführung in die Welt der Serious Games und Games for Health. Neben Definitionen und Geschäftsmodellen stellte Dr. Göbel die Projektbeispiele SG4ChildD (BMFTR, GamKi Förderprogramm) und phonowald (spielerische Sprachförderung, BMFTR games Förderung), Stakeholder sowie das Serious Games Information Center vor und zeigte, wie vielfältig das Ökosystem rund um Serious Games inzwischen geworden ist.

Serious Play Europe - SG4ChildD Vortrag Prof. Dr. Daniel Tolks

Prof. Dr. Daniel Tolks (IU Internationale Hochschule Hamburg)

Im Anschluss präsentierte unser Konsortiumsmitglied Prof. Dr. Daniel Tolks (IU Internationale Hochschule Hamburg) das Projekt SG4ChildD. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Gamification-Elemente wie Punkte, Abzeichen und Storytelling dazu beitragen können, Kinder mit depressiven Symptomen bei der Entwicklung von Emotionsregulationsfähigkeiten zu unterstützen. Auf Basis der Selbstbestimmungstheorie (Self-Determination Theory, SDT) erläuterte er den spielerischen Ansatz des Projekts sowie das geplante Studiendesign zur Untersuchung von Wirksamkeit und Akzeptanz. Durch die Verbindung von Gamification und Psychoedukation erforscht SG4ChildD das Potenzial digitaler Anwendungen zur Förderung psychischer Gesundheit und Gesundheitskompetenz bei Kindern.

Serious Play Europe - SG4ChildD Vortrag Ulrich Schulze-Althoff

Ulrich Schulze-Althoff (Geschäftsführer der Meister Cody GmbH)

Den Abschluss bildete unser assoziierter Partner Ulrich Schulze-Althoff, Geschäftsführer der Meister Cody GmbH. In seinem Vortrag zeigte er, wie wissenschaftlich fundierte Spielmechaniken und adaptive Diagnostik Kindern mit Lese-, Schreib- und Rechenschwierigkeiten helfen können. Das Beispiel von Meister Cody verdeutlichte eindrucksvoll, wie Serious Games über reine Motivation hinaus messbare Lernerfolge erzielen können.

Games for Health – Quo Vadis?

Serious Play Europe - SG4ChildD Panel

Von links: Prof. Dr. Daniel Tolks, Dr.-Ing. Andreas Rösch M.S., Ulrich Schulze-Althoff, Daniela Hartmann, PD Dr.-Ing. Stefan Göbel

Im Anschluss diskutierten Vertreter aus Forschung, Wirtschaft und Kreativbranche auf der Inspiration Stage über die Zukunft von Games for Health. Unter dem Titel „Games for Health – Quo Vadis?“ kamen verschiedene Perspektiven zusammen.

An der Diskussion beteiligten sich drei Partner aus dem SG4ChildD-Konsortium: PD Dr.-Ing. Stefan Göbel (TU Darmstadt, AG Serious Games), Dr.-Ing. Andreas Rösch M.S. (CEO von smart medication eHealth Solutions GmbH), sowie Prof. Dr. Daniel Tolks (IU Internationale Hochschule Hamburg). Ergänzt wurde das Panel durch den assoziierten Projekt-Partner Ulrich Schulze-Althoff (Geschäftsführer der Meister Cody GmbH) und Daniela Hartmann, Referentin Creative Industries bei der Hessen Agentur, die die Perspektive der Förderlandschaft und der Kreativwirtschaft einbrachte.

Im Panel wurde deutlich, dass die Entwicklung von Games for Health nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit gelingen kann. Darüber hinaus wurden aktuelle Trends, insbesondere im Bereich personalisierter Anwendungen und Exergames, sowie deren Potenziale für Individuum und Gesellschaft diskutiert.

Internationale Begegnungen und spannende Einblicke

Neben den eigenen Beiträgen bot die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten, andere Serious-Games-Projekte kennenzulernen und sich mit einem internationalen Publikum auszutauschen. Forschende, Entwicklerinnen und Entwickler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Gesundheitswesen aus aller Welt kamen in Mainz zusammen.

Ein besonderes Highlight war die unterhaltsame und inspirierende Keynote des kanadischen Speakers Rick Miller am ersten Konferenztag. Darüber hinaus sorgten viele spannende Gespräche, intensive Diskussionen und vielversprechende neue Kontakte für eine inspirierende Atmosphäre.

Die erste European Serious Play Conference im KUZ Mainz war für das SG4ChildD-Team ein voller Erfolg – und ein weiterer Schritt auf dem Weg, das Potenzial von Serious Games für die psychische Gesundheit von Kindern sichtbar zu machen.

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